In der Landschaftsmalerei wird man sehr häufig einen Baum malen dürfen oder müßen. Wenn man unterschiedliche Maltechniken anwendet wirkt ein Baum völlig unterschiedlich. Deswegen folgt hier die zweite Möglichkeit einen Baum zu malen. Oder soll ich besser sagen zu tupfen oder zu spritzen? Die leichten bläulichen und rosa Farbflächen möchte ich vorab entschuldigen. Diese sind durch eine ungleichmässige Ausleuchtung beim abfotografieren entstanden.

Diese Methode einen Baum zu malen gefällt mir persönlich recht gut. Man benötigt dafür einen Naturschwamm. Der trockene Schwamm wird mit der hellen Farbe, hier lichter Ocker, getränkt. Die Farbe wird dann aufgetupft. Durch die von Natur aus ungleichmäßigen Strukturen werden diese auf das Papier gestempelt und ergeben eine natürlich wirkende Laubfläche. Mit einem syntethischen Schwamm funktioniert dies nicht, da dieser gleichmäßige Poren hat und diese wirken als Baum unnatürlich. Auch ein feuchter Schwamm ist meist weniger geeignet, da er beim auftupfen zuviel Feuchtigkeit abgibt und die Farbe zu leicht zu einer monochromen Farbfläche verläuft und keine klare Abstufung zur Geltung kommt.

Nach dem die helle Farbe trocken ist, wird die zweite und dunklere Farbe, in diesem Fall ein Grünton, genauso aufgetupft. Nach dem trocknen hat der Laubbereich des Baumes schon ein gewisse Tiefe. Lichter und Schatten sind entstanden. Perfektionisten könnten diese noch etwas feiner ausarbeiten.

Wenn die zweite Farbe trocken ist wird der Stamm, die Äste und der Boden gemalt. Für die Äste verwende ich als Pinsel wieder einen Schlepper. So können die Verzweigungen sehr fein gemalt werden.

Auch bei dieser Übung ist mir das Laub noch zu wenig detailliert. Also wird auch hier mit einem Borstenpinsel oder einer alten Zahnbürste Farbe aufgespritzt. Genauso erhält der Boden noch ein paar Spritzer vom lichten Ocker. Baum ist ferig.




