Du willst Aquarell malen. Nur weißt du nicht was. Dieses Gefühl kennt fast jeder. Der Block liegt bereit. Die Farben sind angemischt. Und trotzdem bleibt das Papier weiß. Hier findest du über 40 Aquarell malen Ideen. Die Motive sind sortiert nach Themen. Jede Idee ist kurz erklärt. Bei jeder steht ob sie leicht oder schwerer ist. So findest du sofort ein passendes Bild für heute.
Der Artikel richtet sich an Anfänger. Auch leicht Fortgeschrittene finden neue Motive. Alle Ideen kannst du mit ganz normalen Aquarellfarben umsetzen. Ein günstiger Kasten reicht. Am Ende bekommst du noch Tipps für dein Material und Antworten auf die häufigsten Fragen.

Inhaltsverzeichnis
Warum eine feste Ideenliste beim Aquarellmalen so wichtig ist
Aquarell lebt vom Wasser. Farben laufen ineinander. Du musst schnell arbeiten. Dafür brauchst du einen klaren Plan. Ein gutes Motiv gibt dir diesen Plan. Ohne Plan zögerst du. Du mischst zu lange. Die Farbe trocknet zu früh an. Das Bild wirkt dann fleckig und unruhig. Mit einer festen Idee vor Augen malst du entspannter. Du weißt schon vorher wie das Ergebnis aussehen soll.
Diese Sammlung ist dein Ideenvorrat. Speichere die Seite als Lesezeichen. Immer wenn dir nichts einfällt scrollst du kurz durch. Du wirst fast immer etwas finden. Fang dann sofort an. Warten macht nichts besser. Wenn du ganz am Anfang stehst schau vorher noch in meinen Grundlagen-Artikel Aquarell malen für Anfänger. Dort erkläre ich die wichtigsten Techniken wie nass in nass.
Blumen und Pflanzen als Aquarellmotiv
Blumen sind das beliebteste Motiv im Aquarell. Sie brauchen keine perfekte Zeichnung. Kleine Fehler sehen sogar natürlich aus. Farben dürfen ineinander laufen. Das gehört zum Charme dieser Technik.
Einzelne Tulpe. Leicht. Nimm nur zwei Töne. Ein Rosa für die Blüte und ein sattes Grün für den Stiel. Male die Blüte nass in nass. Setze dann den Stiel dazu.
Roter Mohn. Leicht. Ein starkes Rot mit einem schwarzen Punkt in der Mitte. Der Mohn wirkt schon mit drei bis vier Blütenblättern. Perfekt für den Einstieg.

Sonnenblume. Mittel. Male die gelben Blüten zuerst. Trockne sie gut. Setze dann den dunklen Kern in die Mitte. Wenn du den Kern vor den Blüten malst blutet das Dunkel ins Gelb. Alles wird dann matschig braun. Also immer schön Schritt für Schritt.
Eukalyptuszweig. Sehr leicht. Ideal für die ersten Übungen. Nur ein zarter Grauton und ein leicht bläuliches Grün. Kleine ovale Blätter an einem dünnen Zweig. Ein Motiv in wenigen Minuten.

Monstera-Blatt. Mittel. Das Blatt hat ein klares Muster. Male die Grundform als flaches Blattgrün. Lasse die typischen Löcher beim Malen einfach frei. Das Weiß des Papiers wirkt wie durchgeschnittenes Blatt.
Blumenkranz. Mittel. Zeichne einen leichten Kreis. Setze kleine Blüten und Blätter am Rand entlang. Innen bleibt Platz für einen Namen oder einen Spruch. Das ergibt eine schöne Karte für jeden Anlass.
Lavendelzweig. Leicht. Ein dünner grauer Stiel. Viele kleine violette Punkte in Trauben. Fertig in wenigen Minuten. Ideal für ein kleines Notizbuch.
Kaktus im Topf. Leicht. Ein Rundkaktus in Grün. Ein brauner Terrakottatopf drunter. Klare Formen und wenig Vermischung. Perfekt zum Üben der Grundtechniken.
Landschaften mit Aquarell malen
Landschaften wirken schnell professionell. Der Grund ist die weiche Farbverlaufstechnik. Sie passt perfekt zum Aquarell. Du brauchst dafür keine genaue Zeichnung. Das macht Landschaften so anfängerfreundlich.
Sanfte Hügel. Leicht. Drei Farbstreifen in verschiedenen Grüntönen übereinander. Der hintere Streifen ist am hellsten. So entsteht Tiefe im Bild.

Sonnenuntergang über einer Wiese. Leicht. Der Himmel bekommt einen Verlauf von Gelb über Orange zu Pink. Unten kommt ein dunkler Wiesenstreifen. Ein paar schwarze Silhouetten von Bäumen setzen den Punkt.
Kornfeld mit Mohnblumen. Mittel. Der Boden ist ein warmes Ockergelb. Rote Punkte sind der Mohn. Ein blasser Himmel darüber. Ein klassisches Sommermotiv.
Waldlichtung. Mittel. Dunkle Baumstämme im Vordergrund. Ein heller Fleck in der Mitte. Der zieht das Auge sofort an. Ein starkes Motiv mit wenig Aufwand.
Feldweg im Herbst. Mittel. Der Weg führt in die Bildmitte. Links und rechts stehen bunte Bäume. Ein Motiv das immer funktioniert. Auch als Postkarte gut geeignet.

Meer und Küste im Aquarell
Wasser malen ist Aquarell in Reinform. Die Farbe verhält sich fast wie Wasser selbst. Ein paar Tricks reichen für starke Bilder. Alles lebt vom Weiß des Papiers.
Wellen am Strand. Leicht. Ein türkiser Streifen für das Wasser. Ein sandfarbener Streifen davor. Weiße Ränder bleiben frei. Das sind deine Wellen.

Leuchtturm. Mittel. Ein weißroter Turm auf einem Felsen. Ein grauer Himmel dahinter. Vorne ein paar dunkle Felsen. Ein Motiv mit klarer Bildmitte.
Segelboot am Horizont. Leicht. Nur eine kleine weiße Silhouette auf einer weiten blauen Fläche. Der Horizont ist eine gerade Linie. Weniger ist hier mehr.
Muschel und Seestern. Leicht. Zwei kleine Objekte auf sandfarbenem Grund. Ideal für dein Skizzenbuch am Strand. Motiv für die Urlaubserinnerung.
Steilküste mit Möwen. Schwer. Braune Felsen unten. Blaues Meer daneben. Kleine schwarze Vögel am Himmel. Etwas mehr Übung nötig aber sehr eindrucksvoll.

Berge und Wälder als Aquarellideen
Berge liegen im Trend bei Aquarellisten. Sie brauchen wenig Detail. Trotzdem wirken sie stark und ruhig. Perfekt für einen entspannten Malabend.
Nebelberge nass in nass. Leicht. Drei bis vier Bergreihen in verschiedenen Grautönen. Vorne dunkel. Hinten hell. Der Trick liegt im Wasser auf dem Papier.

Bergsee mit Spiegelung. Mittel. Oben die Berge. Unten das gleiche Motiv als weichere Version. So spiegelt sich der Berg im See. Ein starker Effekt mit einfacher Technik.
Verschneite Alpen. Mittel. Weiße Gipfel bleiben unbemalt. Nur die Schattenseiten bekommen zartes Grau oder Blau. Das Weiß des Papiers ist dein Schnee.
Einsame Berghütte. Mittel. Ein kleines braunes Haus auf einer Wiese. Berge im Hintergrund. Ein Motiv mit viel Ruhe. Ideal für graue Regentage.
Tannenwald. Leicht. Dreiecke in Dunkelgrün. In Reihen hintereinander. Ein einfacher Effekt. Perfekt für Weihnachtskarten oder eine Winterreihe.

Städte und Architektur
Städte klingen schwer. Sie sind es aber nicht. Der Trick ist die Vereinfachung. Du malst keine exakten Häuser. Du malst den Eindruck einer Stadt. Das reicht völlig.
Bunte Häuser in Cinque Terre. Mittel. Rechtecke in vielen Farben nebeneinander. Winzige Fenster als dunkle Punkte. Fertig ist die italienische Küste.
Venezianische Gondel. Mittel. Ein schwarzes Boot auf blauem Wasser. Eine Fassade im Hintergrund. Das reicht schon für Venedig auf Papier.

Pariser Fassade. Schwer. Regelmäßige Fensterreihen. Ein Dachfirst mit typischer Neigung. Das Motiv braucht etwas Vorzeichnung. Dafür sieht es sehr elegant aus.
Alte Fachwerkstraße. Mittel. Schräge Balken in Braun. Weiße Wände dazwischen. Ein kleines Straßenpflaster davor. Deutsches Motiv mit viel Stimmung.

Stillleben aus dem Alltag
Stillleben sind unterschätzt. Sie stehen still. Sie laufen nicht weg. Du hast so lange Zeit wie du brauchst. Ideal für konzentriertes Arbeiten.
Kaffeetasse mit Croissant. Leicht. Eine weiße Tasse mit brauner Füllung. Ein goldiges Gebäck daneben. Frühstück auf Papier.

Weinglas mit Trauben. Mittel. Ein durchsichtiges Glas ist knifflig. Male den Wein zuerst. Dann setzt du die feinen Ränder oben und unten. Trauben sind einfach als lila Kreise.
Obstschale mit Zitronen. Leicht. Gelbe Kreise mit einem grünen Punkt. Eine graue Schale drunter. Frische im Bild und leichte Übung für Licht und Schatten.
Bücherstapel. Leicht. Drei Rechtecke übereinander. Verschiedene Buchrücken in warmen Farben. Perfekt für Buchliebhaber und Leseecken.

Teekanne aus Porzellan. Mittel. Eine bauchige Form mit Henkel und Ausguss. Ein Muster in Blau darauf. Ein ruhiges Motiv mit Charakter.
Tiere im Aquarell
Tiere sind bei Anfängern beliebt. Sie berühren emotional. Und viele Tiere lassen sich stark vereinfachen. Du musst kein Zoologe sein für ein süßes Ergebnis.
Fuchs im Nebel. Mittel. Ein warmer Orangeton für den Körper. Weiche Ränder durch nass in nass. Der buschige Schwanz ist der Blickfang.
Rotkehlchen. Leicht. Ein runder brauner Körper. Eine leuchtend rote Brust. Zwei schwarze Punkte als Augen. Süßer Vogel in fünf Minuten.

Reh am Waldrand. Mittel. Eine braune Silhouette. Ein grüner Hintergrund. Wenig Detail wirkt hier oft besser als viel.
Katze schlafend. Leicht. Ein Kringel für den Körper. Zwei kleine Ohren oben. Ein Schwanz drumherum. Sofort süß und leicht.
Wal oder Delfin. Leicht. Eine blaue Form vor einem hellen Meer. Ein weißer Bauch darunter. Auch für Kinder gut machbar.

Biene auf einer Blume. Mittel. Zwei Motive kombiniert. Die Blume ist der Ankerpunkt. Die Biene sitzt oben drauf. Ein sommerliches Motiv.
Jahreszeiten als Aquarell malen Ideen
Jahreszeiten geben dir das ganze Jahr Motive. Sie ändern sich alle drei Monate. So wird es nie langweilig. Und du hast immer einen aktuellen Bezug.
Kirschblüten im Frühling. Leicht. Ein brauner Ast. Zarte rosa Blüten in kleinen Wolken. Ein Klassiker aus Japan der immer schön aussieht.

Erdbeeren im Sommer. Leicht. Rote Herzformen mit kleinen weißen Punkten als Samen. Grüne Blätter oben. Sehr fröhliches Motiv.
Herbstblätter. Leicht. Verschieden geformte Blätter in Rot Orange und Gelb. Ein trockener Ast bindet sie zusammen. Ein warmes Bild für kalte Tage.

Zapfen und Beeren im Winter. Leicht. Zwei bis drei braune Zapfen. Rote Punkte für Beeren. Ein paar grüne Nadeln. Perfekt für Weihnachtskarten.
Osterhase mit Ei. Mittel. Ein grauer oder brauner Hase. Ein buntes Ei davor. Für die Frühjahrssaison und für Geschenke an Kinder.
Schneemann. Leicht. Drei weiße Kreise. Nur die Schatten grau ansetzen. Eine rote Nase. Ein blauer Hintergrund. Ein Wintermotiv das jeder mag.
Kleine Alltagsdinge fürs Skizzenbuch
Wenn du täglich malen willst nimm kleine Dinge. Sie liegen überall in deiner Wohnung. Du musst nichts vorbereiten. So wird Aquarell zur festen Gewohnheit.
Schlüsselbund. Leicht. Ein Bund aus Silber und einem farbigen Anhänger. Eine gute Formstudie für ruhige Momente.
Kerze. Leicht. Eine Röhre in Beige. Eine Flamme in Gelb und Orange oben drauf. Kleiner leichter Übungsmoment.
Notizbuch mit Stift. Leicht. Ein Rechteck als Buch. Ein schmaler Stift schräg darauf. Ein feines Motiv fürs Skizzenbuch. Sehr meta.

Blumentopf am Fenster. Mittel. Der Topf ist der Vordergrund. Die Fensterkreuze bilden den Rahmen. Draußen ein weicher Verlauf als Hintergrund.
Brille. Leicht. Zwei Kreise mit einem Steg. Zwei Bügel nach hinten. Das Glas bleibt hell. Sehr modernes Motiv.
Abstrakte Aquarelle für den Kopf frei
Abstrakt heißt es gibt kein festes Motiv. Du spielst mit Farbe und Wasser. Das ist perfekt wenn du müde bist. Oder wenn du einfach nur die Farben ausprobieren willst.
Farbverlauf im Streifen. Leicht. Drei bis fünf Farben übergehen lassen. Am besten nass in nass. Ein sehr entspannendes Motiv für den Abend.
Galaxie. Mittel. Dunkles Blau und Lila auf dem Papier. Weiße Sternenpunkte mit einem Zahnstocher spritzen. Wirkt magisch und geheimnisvoll.
Watercolor Splashes. Leicht. Farbe mit einem Pinsel aufs Papier tupfen. Wasser dazu. Zufall arbeiten lassen. Kein Ziel. Nur Freude.

Geometrische Formen mit Aquarell. Mittel. Kreise oder Rauten in einer Reihe. Jede in einer anderen Farbe. Mit einem Lineal kombiniert entsteht modernes Design.
Silhouette vor Farbfläche. Mittel. Eine bunte Aquarellfläche zuerst. Nach dem Trocknen setzt du eine schwarze Silhouette darauf. Ein Baum. Ein Vogel. Ein Reh. Sofort stark im Ausdruck.
Was tun wenn dir trotzdem nichts einfällt
Manchmal reicht die längste Liste nicht. Der Kopf ist einfach leer. Dann helfen drei einfache Tricks.
Erster Trick. Öffne einen zufälligen Ordner mit deinen Fotos. Wähle das erste Bild auf dem etwas Buntes ist. Male das. Ohne lange nachzudenken.
Zweiter Trick. Schau aus dem Fenster. Male genau das was du siehst. Auch ein Balkon mit einer Pflanze reicht. Auch der Nachbarbaum.
Dritter Trick. Nimm nur drei Farben aus deinem Kasten. Setze dir ein Zeitlimit von 15 Minuten. Fang einfach an. Ohne Plan. Fast immer entsteht dabei etwas Schönes. Wenn dir gar nichts gelingen will greif zu einer fertigen Vorlage aus meinem Beitrag Aquarell malen Vorlagen. Sie geben dir sofort einen Anker.
Welches Material brauchst du für diese Aquarellideen
Alle Motive in dieser Sammlung kannst du mit einem Standardkasten malen. Du brauchst keine teure Ausrüstung. Ein guter Start ist billiger als du denkst. Mehr zur Auswahl der richtigen Farben findest du in meinem Grundlagenartikel Aquarellmalerei.
Du brauchst einen Aquarellkasten mit 12 bis 24 Farben. Dazu zwei Pinsel. Einen kleinen und einen mittleren. Ein Aquarellblock mit 300 Gramm. Ein Glas Wasser. Ein Küchentuch zum Abtupfen. Mehr nicht.
Der Block ist der wichtigste Kauf. Dünnes Papier wellt sich zu stark. 300 Gramm ist die feste Grenze. Alles darunter frustet dich. Ein Cotton-Papier ist die beste Wahl. Es saugt gleichmäßig und lässt dir Zeit beim Malen. Der Unterschied zu einfachem Wasserfarben malen aus der Schule ist riesig. Bei den Farben lohnt sich Qualität. Günstige Schulfarben pigmentieren schwach. Studienqualität von einer bekannten Marke reicht für alle Motive hier. Sie hält viele Jahre.
Farben mischen für die häufigsten Motive
Ein Aquarellkasten hat oft 24 Töne. Du brauchst aber nicht alle auf einmal. Für die meisten Motive reichen fünf bis sechs Grundfarben. Alles andere mischt du dir selbst zusammen.
Blattgrün für Pflanzen. Nimm ein warmes Gelb und ein kaltes Blau. Zum Beispiel Cadmiumgelb und Preußischblau. Das ergibt ein natürliches Blattgrün. Für Frühlingsgrün gibst du mehr Gelb dazu. Für dunkles Waldgrün mehr Blau.
Himmelblau für weite Landschaften. Ein Ultramarinblau mit sehr viel Wasser gestreckt. Für einen warmen Sommerhimmel gibst du einen Hauch Rosa dazu. Für einen Sturm mische ein kleines bisschen Grau darunter.
Sanftes Rosa für Blüten. Ein Karminrot mit sehr viel Wasser. Nicht zu satt auftragen. Rosa lebt von der Transparenz. Ein zweiter Auftrag später vertieft die Blütenmitte.
Warmes Braun für Baumstämme. Ein Rotbraun wie gebrannte Siena. Dazu ein Tropfen Blau. So wird das Braun nicht zu warm. Es passt besser in schattige Waldbilder.
Grau für Berge und Steine. Nimm kein Schwarz aus dem Kasten. Mische stattdessen Blau und ein warmes Orange. Das ergibt ein natürliches lebendiges Grau. Für einen dunklen Berg mehr Blau. Für einen sandigen Stein mehr Orange.
Hauttöne für Menschen und Tiere. Ein Ockergelb mit einem Tropfen Rot. Sehr viel Wasser dazu. Immer erst auf einem Reststück testen. Hauttöne sind heikel.
Ein guter Tipp zum Schluss. Notiere dir jede geglückte Mischung. Male ein kleines Feld in dein Skizzenbuch. Schreibe daneben welche Farben du benutzt hast. Nach ein paar Wochen hast du deine eigene Farbtabelle.
Häufigste Anfängerfehler beim Aquarellmalen und wie du sie vermeidest
Aquarell wirkt einfach. Es hat aber ein paar typische Stolperfallen. Wenn du diese kennst gelingen deine Bilder viel schneller. Hier sind die sieben häufigsten Fehler.
Fehler 1. Zu wenig Wasser im Pinsel. Viele Anfänger arbeiten wie mit Acryl. Sie tunken den Pinsel kurz an und malen dann trocken drauflos. Aquarell braucht mehr Wasser. Tauche den Pinsel richtig ein. Streife nur leicht am Rand ab. Die Farbe soll fließen können.
Fehler 2. Zu viele Farben auf einmal. Fünf verschiedene Töne in einem kleinen Bild wirken unruhig. Nimm für ein Motiv nie mehr als drei bis vier Farben. Das Bild wirkt sofort ruhiger und professioneller.
Fehler 3. Neue Farbe auf halbtrockene Fläche. Wenn du auf eine schon leicht angetrocknete Fläche neue nasse Farbe setzt entstehen wolkige harte Ränder. Diese heißen Blooms. Warte mit dem nächsten Schritt bis die Fläche komplett trocken ist. Ein Föhn auf niedriger Stufe hilft dir dabei.
Fehler 4. Weiß aus der Tube. Aquarell lebt vom Weiß des Papiers. Nutze kein weißes Deckfarbenweiß für Lichter. Lasse die Stellen einfach frei. Das wirkt tausendmal besser. Alternativ hilft flüssiges Maskiermittel.
Fehler 5. Zu dünnes Papier. Normales Druckerpapier wellt sich sofort. Auch günstiges 90 Gramm Papier ist zu dünn. Nutze immer mindestens 300 Gramm pro Quadratmeter. Das ist der wichtigste Kauf für schöne Ergebnisse.
Fehler 6. Angst vor dunklen Tönen. Viele Anfänger malen nur mit blassen Farben. Das Bild wirkt dann flau und schwach. Trau dich richtig satte dunkle Töne zu setzen. Kontraste geben deinem Motiv Tiefe und Kraft.
Fehler 7. Zu langes Nacharbeiten. Aquarell verzeiht kein ewiges Korrigieren. Je öfter du über eine Stelle malst desto matschiger wird sie. Höre lieber zu früh auf. Weniger ist im Aquarell fast immer mehr.
So planst du dein nächstes Aquarellbild in drei Minuten
Ideen zu haben ist eine Sache. Sofort loslegen ist eine andere. Mit diesem kurzen Plan geht es immer schnell. Wähle ein Motiv aus dieser Liste. Suche im Netz oder in deinen Fotos ein Referenzbild. Skizziere die Grundformen mit Bleistift ganz leicht vor. Lege drei Farben fest. Nur drei. Dann fang an. Mehr Vorbereitung brauchst du nicht.
Ein häufiger Anfängerfehler ist zu langes Planen. Aquarell verzeiht kein Zögern. Die Farbe trocknet schnell. Also nimm den Pinsel in die Hand sobald das Papier bereit ist. Ein guter Trick ist der feste Zeitrahmen. Setze dir eine Uhr auf 20 Minuten. In dieser Zeit muss das Bild fertig sein. Du wirst gezwungen einfach zu bleiben. Du triffst schnellere Entscheidungen. Und du hörst auf zu grübeln. Die besten Aquarelle entstehen oft unter leichtem Zeitdruck.
Wichtig ist auch der Ort. Male immer am gleichen Platz. Mit dem gleichen Licht. So wird das Malen zur Gewohnheit. Dein Kopf schaltet schneller in den Malmodus. Und du gerätst schneller in den Fluss.
Häufige Fragen zu Aquarell malen Ideen
Was kann man einfach mit Aquarell malen?
Am einfachsten sind Motive mit klaren Formen und wenigen Farben. Dazu zählen Eukalyptuszweige. Kakteen. Sanfte Hügel. Rotkehlchen. Und Kirschblüten. Diese Motive verzeihen kleine Fehler. Sie sind perfekt für die ersten Wochen.
Welche Motive eignen sich für Aquarellanfänger?
Am besten sind flächige Motive ohne komplizierte Perspektive. Also Blumen. Blätter. Einfache Landschaften. Kleine Tiere. Vermeide am Anfang Städte und Menschen. Diese brauchen mehr Übung und eine sichere Zeichnung.
Was soll ich malen wenn mir nichts einfällt?
Nimm ein zufälliges Foto aus deiner Galerie. Oder male was du gerade siehst. Eine Tasse. Eine Pflanze. Ein Buch. Kleine Dinge reichen völlig aus für ein schönes Bild. Der Kopf wird beim Malen wieder klar.
Wie finde ich meinen eigenen Stil im Aquarell?
Male oft die gleichen Motive in verschiedenen Varianten. Nach 20 bis 30 Blumen zeigt sich dein Stil von selbst. Dein Strich. Deine Farben. Dein Ausschnitt. Stil kommt durch Wiederholung. Nicht durch Nachdenken.
Wie lange dauert ein Aquarellbild?
Ein einfaches Motiv wie eine Tulpe braucht etwa 15 Minuten. Ein Sonnenuntergang rund 30 Minuten. Eine komplexe Landschaft mit Details bis zu 2 Stunden. Pausen zwischen den Trockenschritten sind Pflicht. Sonst matscht das Bild.
Brauche ich Vorlagen zum Aquarellmalen?
Nein aber sie helfen am Anfang. Ausdrucke bekannter Motive geben dir Sicherheit. Nach ein paar Wochen malst du frei. Ohne Vorlage bist du kreativer. Aber am Start ist eine Vorlage ein guter Anker.
Was male ich als Anfänger am besten zuerst?
Ein Eukalyptuszweig ist der perfekte erste Versuch. Nur zwei Farben. Kein Druck. Ein sofort schönes Ergebnis. Danach probierst du eine Tulpe. Und dann eine sanfte Bergreihe.
Dein nächster Schritt mit diesen Aquarell malen Ideen
Diese Aquarell malen Ideen sind ein Vorrat für viele Wochen. Fang mit einer einfachen Idee an. Ein Eukalyptuszweig ist perfekt für heute. Danach nimmst du dir jeden Tag ein neues Motiv vor.
Male jeden Tag ein kleines Bild. Auch nur 10 Minuten sind gut. Nach einem Monat siehst du klare Fortschritte. Nach drei Monaten hast du eigene Motive im Kopf. Nach einem Jahr bist du ein anderer Maler.
Merke dir diese Seite für später. Sie ist dein Ideenkasten. Immer wenn dir nichts einfällt kommst du zurück. Und dann malst du einfach los. Wenn du tiefer einsteigen willst schau in meinen Kurs Aquarell malen lernen (ist in Vorbereitung). Dort führe ich dich Schritt für Schritt durch alle Grundlagen.






No Responses