Übung macht den Meister
Sonntag, 18.10.2009 von Kolinsky
Auch bei der Aquarellmalerei verbessert man sein Können und seine Malfähigkeiten durch regelmäßiges üben bzw. malen. Leider kommt es bei mir aus beruflich bedingten Stress oft vor das ich ein Jahr oder sogar länger keinen Pinsel in die Hand nehmen will. Wenn ich dann nach solch einer längeren Malpause wieder neu motiviert loslegen will, produziere ich im inzwischen ungeübten Übereifer erst mal bemaltes Altpapier.
Mein erstes Aha-Erlebnis hatte ich in meinen Aquarellanfängen. Im Urlaub hatten wir nichts großes geplant, das Wetter war durchwachsen. Also malte ich in der ersten Woche jeden Vormittag ein Bild. Als Vorlage dienten mir einige Motive aus dem hervorragenden Buch von Gisela Kiessling-Kuchenbach über Landschaftsaquarelle. Das Buch geht sehr detailliert auf Materialien und einzelne Motivteile bei der Landschaftsmalerei ein. Es gibt viele Motivübungen und es werden einige Landschaftsmotive detailiert beschrieben welche dadurch auch sehr gut nachgemalt werden können. Genau dies habe ich getan. 7 Tage 7 Bilder. Erstaunlich war für mich, das das aquarellieren mit jedem Tag besser ging. Am Ende der Woche war die Fehlerquote sehr gering bzw. die Fehler so klein, das sie dem Laien sowieso nicht auffallen.
1. Fazit
Übung macht den Meister
Wenn ich auf die letzten Jahre zurück blicke kann ich eigentlich nur bestätigen was bereits im Zeichenbuch von Betty Edwards steht. In ihrem Werk “Das neue – Garantiert zeichnen lernen” schreibt sie das man nicht wirklich Talent benötigt um gut zeichnen zu können. Über 95% sind nichts als Übung! Wenn man das Buch mit den vielen Übungen und Zeichentechniken durchgearbeitet hat, weiß man das sie recht hat. Zu Beginn des Buches malt man seine eigene Hand, eine Zimmerecke und ein Selbstportrait. Erstaunlich wie schlecht dies gelingt. Hat man die Übungen, Tipps und Tricks aus dem Buch durchgearbeitet, malt man die selben Motive noch einmal. Und es ist erstaunlich was man in dieser kurzen Zeit bereits an malerischen bzw. zeichnerischen Können dazu gelernt hat. Das Buch kann man mit der entsprechenden Motivation in ein paar Wochen durchgearbeitet haben. Wer Urlaub hat oder nicht berufstätig ist, schafft dies vielleicht sogar in einer Woche. Die Lernerfolge gehen mit diesem Grundwissen erstaunlich schnell. Und viele dieser Zeichentechniken lassen sich 1:1 auch in der Aquarellmalerei umsetzen. Und wer gut zeichnen kann wird sich auch in der Aquarellmalerei etwas leichter tun.
2. Fazit
Übung macht den Meister
Leider führen bei mir Stress im beruflichen Alltag und andere Hobbies immer wieder zu längeren Malpausen. Der Wiederbeginn ist dann erst einmal mit einer längeren Wiedererlernenphase verbunden. Und wenn dann nur eine kurze Unterbrechung dazwischen kommt, geht wieder ein Teil des Wiederermalten flöten und wirft einen zurück. Obwohl ich das Aquarelle malen nach Feierabend als entspannend empfinde, da ich mich voll auf mein Motiv konzentriere, gibt es auch da oft Phasen wo ich trotz verfügbarer Zeit, einfach keine Lust, keine Motiviation habe. Und ich bin mir nicht sicher ob man malen erzwingen sollte? Also müßem übergangsweise andere Hobbies wie der Fotografie oder meine Kakteensammlung als Zeitvertreib herhalten.
3. Fazit
Ich sollte wieder mehr üben um es irgendwann ein meisterliches Können zu erlangen
Mich würde es brennend interessieren wie es euch, meinen Besuchern, mit der Aquarellmalerei so ergeht?
Schafft ihr es regelmäßig am Ball zu bleiben?
Oder gibt es da bei euch auch öfters Malpausen?

Am 29. Oktober 2009 um 22:39 Uhr
Ich habe auch eine etwas längere Zeichenpause hinter mir, so runde 20 Jahre
Illustriere gerade ein Buch für meine Tochter, da merkt man dass die Hände durch die PC-Arbeit doch sehr einrosten. Aber nach einigen gezeichneten Blättern kommt man auch schnell wieder rein.
Viele Grüße aus Wien
Heinz
Am 30. Oktober 2009 um 09:16 Uhr
Hallo Heinz, ja zeichnen oder malen jeder Art ist zu über 95% Übungssache. Der Rest ist Talent. Also kann mit der entsprechenden Übung eigentlich fast jeder gut malen. Ich wünsche dir Erfolg bei deinem Buchprojekt für deine Tochter!
Schöne Grüße nach Wien!
Kolinsky-Bernd